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Unternehmensgründung in Zeiten von Corona und die Auswirkungen von Technostress

Eine Präsentationsfolie mit Bild des Referenten
Maximilian Lang referierte über die Auswirkungen von Technostress auf die Aufgabenleistung

„Live aus dem Hörsaal Nr. 2 am Campus der OTH Amberg-Weiden“, so begrüßte Prof. Dr. Christian Schieder die Gäste von research@WEIDEN BUSINESS SCHOOL, die sich Online in BigBlueButton zur letzten Ausgabe vor der Sommerpause eingefunden hatten. Zunächst stellte er kurz die Veranstaltungsreihe vor, die eine Plattform für hervorragende Masteranden sei, um die zum Teil sehr beachtlichen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Eine Präsentationsfolie mit Bild des Referenten
Maximilian Lang referierte über die Auswirkungen von Technostress auf die Aufgabenleistung

Und so standen auch dieses Mal wieder zwei interessante und zugleich aktuelle Themen auf der Agenda: Marc Braun befasste sich in seiner Masterarbeit mit Unternehmensgründungen in Zeiten der Corona Pandemie, Maximilian Lang untersuchte die Auswirkungen von Technostress auf die Aufgabenleistung, ein Aspekt der durch Corona noch verstärkt wird.

Beim ersten Referenten Maximilian Lang, handelt es sich laut Prof. Schieder „um ein echtes Weidener Urgestein“. Nach seinem Bachelor in Handels- und Dienstleistungsmanagement absolvierte er auch den Master Digital Business an der OTH in Weiden, dazwischen konnte er bei der Krones AG bereits Berufserfahrung sammeln. Prof. Schieder betonte zudem, dass die Masterarbeit besonders bemerkenswert sei, da die Untersuchungen im Remote Modus erfasst wurden, das heißt die TeilnehmerInnen führten das Experiment selbstständig zuhause durch.

Ziel dieses Experiments und der Masterarbeit „A Remote Study on Technostress and its Effects on Task Performance“, war die Beantwortung der folgenden drei Forschungsfragen: „Welchen Einfluss haben Persönlichkeitsmerkmale auf die Entstehung von Technostress?“ „Welchen Einfluss hat die Technik Affinität auf die Entstehung von Technostress?“ und „Welchen Einfluss hat Technostress auf die Task Performance?“ Dafür beschäftigte sich Maximilian Lang unter anderem mit den Persönlichkeitsmodell der Big Five und übertrug dies wiederum in ein Forschungsmodell. Das eigentliche experimentelle Design der Masterarbeit bestand aus zwei Gruppen, die eine nachgestellte Aufgabe lösen sollten. Dabei wurde eine Gruppe, durch Pop-Up Benachrichtigungen, Technostress ausgesetzt, die Kontrollgruppe hingegen nicht. Die Ergebnisse konnten die Forschungsfragen bestätigen.

Zum Abschluss seines äußerst spannenden Vortrags gab Maximilian Lang einige praktische Tipps, um Technostress und dessen Auswirkungen ab zu lindern: zum Beispiel strategisches Zeitmanagement, Pop-up Benachrichtigungen abzustellen oder Technikaffinität zu entwickeln. Bei dem sich anschließenden Austausch wurden einige interessante Themen für mögliche Anschlussuntersuchen angeregt. 

Gründen in Zeiten von Corona

„Marc Braun ist einer der ersten Studierenden des Masterstudiengangs Digital Entrepreneurship, und hat nicht nur die erste Masterarbeit in diesem Studiengang abgegeben, sondern auch eine sehr, sehr gute, eine hervorragende Masterarbeit zu einem sehr interessanten Thema“, betonte Prof. Dr. Hermann Raab, bei der Vorstellung des zweiten Referenten des Abends.

In seiner Masterarbeit zum Thema „Erfolg und Misserfolg von Start-Ups. Unternehmensgründung in Zeiten von Corona“, beschäftigte er sich besonders mit vier Punkten: dem Gründungsstandort Deutschland, dem Gründer eines Start-ups, den Gründungsherausforderungen und den Erfolg- und Misserfolgsfaktoren von Start-ups. Mit der Zielsetzung, die Faktoren zu ermitteln, die für den Erfolg oder Misserfolg eines neu gegründeten Unternehmens in Zeiten von Corona verantwortlich sind. Dafür führte er zunächst eine Befragung unter Start-ups und Gründern durch: Als größte Beeinträchtigung durch die Corona Pandemie im Jahr 2020, wurde dabei der Ausfall von Veranstaltungen und Events angegeben, gefolgt von Verzögerung von Aufträgen und kurzfristigem Umsatzrückgang. Um mit der Krise umzugehen, haben die Start-ups versucht sich aktiv an die schwierigen Verhältnisse anzupassen, zum Beispiel durch die Fokussierung auf Produktentwicklung, Verschiebung von Investitionen und der Anpassung des Geschäftsmodells. Außerdem wurde auch Unterstützungsmaßnahmen des Staates in Anspruch genommen.

Das Fazit der Arbeit von Marc Braun: Erfolg oder Misserfolg eines Start-ups, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, die zudem zusammenwirken: Zum Beispiel der Gründerpersönlichkeit, des Gründer-Ökosystems oder den Finanzierungsmöglichkeiten. Auch diesem Vortrag schloss sich wieder eine rege Diskussion an.

Die nächste Veranstaltung von research@WEIDEN BUSINESS SCHOOL, findet am 26. Oktober um 18 Uhr statt. Informationen zu den Referenten und den Themen erhalten Sie in Kürze auf der Website unter www.oth-aw.de/research@webis.

Eine Präsentationsfolie mit Bild des Referenten
Marc Braun befasste sich mit den Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Start-ups in Zeiten von Corona
Webcam Bilder der Referenten
Die Referenten und Moderatoren des Abends: Marc Braun und Prof. Dr. Hermann Raab (obere Reihe v. l. n. r) sowie Prof. Dr. Christian Schieder und Maximilian Lang
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