Für Einsteiger in die Ökonomik

David Friedman: Der ökonomische Code - Wie wirtschaftliches Denken unser Handeln bestimmt, München 2004
Die Art, wie der Sohn des Wirtschaftsnobelpreisträgers Milton Friedman grundlegende Prinzipien der Wirtschaftswissenschaften anhand vieler Beispiele aus dem Alltag dem Leser nahebringt, sucht seinesgleichen. Friedman gelingt es nachzuweisen, dass es so etwas wie einen ökonomischen Code gibt, der unser Alltagsleben wie ein roter Faden durchzieht. Dieser Code besteht letztlich aus dem grundlegenden „Rational choice“-Prinzip. Das heißt: Um ein Ziel zu erreichen, wähle ich aus mehreren jene Alternative aus, von der ich annehme, dass sie dazu am besten geeignet ist. Baustein für Baustein fügt der Autor aufeinander, bis das komplette Haus einer funktionierenden Wirtschaft errichtet ist. Ökonomische Zusammenhänge, Theorien und Begriffe werden am Beispiel erklärt, aber auch problematisiert. Dabei räumt Friedmans Buch mit vielen Vorurteilen auf. In Zwischenbilanzen fängt Friedman den Leser immer wieder ein, gibt ihm Denksportaufgaben zu lösen und weist auf vertiefende Literatur hin. Seine Ausflüge in die „Ökonomie von Liebe und Ehe“ oder in die „Ökonomie des Gesetzesbruchs“ verdeutlichen, wie alle Lebensbereiche vom ökonomischen Code gleichsam geprägt sind.

Die Reihe „Erklär mir die Welt“ der FAZ
Wirtschaft ist für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln: Warum geht die Konjunktur rauf und runter? Warum mögen die Menschen Reformen nicht? Warum gibt es Börsen? So ist offenbar die Welt der Ökonomie. Aber warum ist sie so? Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung will mit der Serie „Erklär mir die Welt“ Woche für Woche das scheinbar Selbstverständliche erklären. Und das nicht Selbstverständliche plausibel machen: Vollbeschäftigung ist möglich, auch wenn die meisten Menschen anderer Ansicht sind. Ungleichheit ist gut, auch wenn das gegen das gesunde Sozialstaatsempfinden verstößt.