Angewandte Informatik (Bachelor)

Allgemeines

Das Studium der Angewandten Informatik soll zur Ausübung des Berufs eines Informatikers und zu einem einschlägigen Master-Studium befähigen.

Anders als bei vielen „reinen“ Informatik-Studiengängen wird die Informatik jedoch zusammen mit einem ihrer Anwendungsbereiche studiert; für diesen Bereich sind die Absolventen besonders gut darauf vorbereitet, Software-Lösungen zu entwickeln und sich mit Anwendern und Fachexperten zu verständigen.

Bisher konnte nur ein Anwendungsbereich für Berufsfelder der technisch-industriellen IT-Anwendungen studiert werden; ab dem Wintersemester 2012/2013 wird dieser Anwendungsbereich als Studienrichtung „Industrieinformatik“ weitergeführt, daneben gibt es aber die neue Studienrichtung „Medieninformatik“, die auf Berufsfelder der Gestaltung und Produktion digitaler Medien abzielt.

Die Absolventen des Studiengangs planen, entwerfen und realisieren komplexe Software, typischerweise in größeren Entwicklungsteams, und haben es mit allen Phasen des Software-Lebenszyklus zu tun. Die dafür nötige Kompetenz vermittelt die Informatik-Ausbildung, die neben den Fachgrundlagen ein intensives Training in aktuellen Programmiersprachen ebenso wie in Entwurf und Realisierung von Datenbanken und Benutzeroberflächen umfasst. Einen weiteren Schwerpunkt bilden moderne Softwareentwicklungsmethoden, die während des Studiums in praxisnahen Projekten eingeübt werden.

Das Studium

Das Studium führt in sechs Präsenzsemestern und einem Praxissemester zum Bachelor of Engineering (B.Eng.).

Vor Studienbeginn oder in den vorlesungsfreien Zeiten des ersten Studienjahres ist ein Vorpraktikum (mind. 6 Wochen) mit einer dem Studiengang entsprechenden praktischen Tätigkeit zu absolvieren.

Das Studium legt zunächst die Grundlagen in der Kern-Informatik und führt parallel dazu in die Grundlagen des jeweiligen speziellen Anwendungsbereichs ein. In den höheren Semestern werden die Informatik-Kompetenzen im jeweiligen Anwendungsbereich vertieft und weiter entwickelt. Zur Kern-Informatik gehören z.B. folgende Lehrveranstaltungen:

  • Datenverarbeitungssysteme,
  • Programmierung,
  • Algorithmen und Datenstrukturen,
  • Benutzeroberflächenprogrammierung,
  • Betriebssysteme,
  • Datenbanksysteme,
  • Rechnernetze,
  • Software-Engineering (1 und 2) und Software-Projekte.

Das Studium vermittelt auch fachübergreifende Kompetenzen, die in der modernen Arbeitswelt unabdingbar sind. Dies erfolgt z.B. durch Lehrveranstaltungen in

  • Englisch,
  • Gesprächsführung und Vortragstechnik,
  • Projektorganisation und
  • betriebswirtschaftlichen Grundlagen.

Studiengangsspezifische Wahlpflichtmodule bieten die Möglichkeit, einen Teil der Studieninhalte stärker nach den eigenen Interessen auszurichten.

Das Praxissemester beinhaltet 20 Wochen betriebliche Praxis (ergänzt durch praxisbegleitende Lehrveranstaltungen).

In der Informatik, aber auch in  den technischen Fächern der Anwendungsbereiche kommt man selbstverständlich nicht ohne Mathematik aus; das nötige mathematische Rüstzeug wird in den Vorlesungen Mathematik 1 und 2 des ersten Studienjahrs vermittelt.

Dozenten

Professoren und externe Dozenten sind Praktiker mit ausgiebiger Berufserfahrung. Sie vertreten mit hoher Kompetenz ihr Fachgebiet als Informatiker, Ingenieure oder Medien-Designer.

Vorteile der HAW

Labore und technische Ausstattung befinden sich auf dem neuestem Stand der Technik. Intensive Betreuung in kleinen Gruppen gewährleistet ein effizientes Studieren. Ein vielfältiges Angebot zum und neben dem Studium sorgt für ein attraktives Campus-Leben.