| Aufwand | Aufwand ist der gesamte Wertverzehr für Güter und Dienstleistungen in einer Rechnungsperiode. Er wird auch als Aufwendungen bezeichnet. |
| Ausgaben | Ausgaben sind die tatsächlichen Abflüsse aus dem Unternehmen, die um die Forderungen und Verbindlichkeiten ergänzt werden. |
| Benchmarking | "Lernen von den Besten"! Unter Benchmarking wird die systematische Gegenüberstellung und ein kontinuierlicher Prozess verstanden, um die vergleichbaren Produkte, Leistungen oder auch Arbeitsschritte und Prozesse zu messen und daraus Erkenntnisse zu gewinnen. Das Ziel ist es, neben einer kontinuierlichen Anstrengung und Verbesserung der Leistungserstellung durch Vergleichsmaßstäbe, auch zusätzliche Anregungen zu erhalten, um nachhaltige und deutliche Verbesserungen der Effizienz und Effektivität zu erreichen. |
| Berichtswesen | Sinn und Zweck des Berichtswesens ist es, die steuerungsrelevanten Informationen aus der KLR zu generieren, für den jeweiligen Nutzer aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Der Begriff des Berichtswesen beschreibt damit die Summe aller Aufbereitungen von Informationen aus der KLR, um sie im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und einer zielorientierten Entscheidungsaufbereitung auszugeben. |
| Controlling | Controlling ist ein Instrument zur Unterstützung der politischen und administrativen Führung. Allgemeines Ziel ist die ständige, nicht situative Unterstützung der jeweiligen Führung bei der Vorbereitung und Findung von Entscheidungen. Controlling schließt die drei Teilschritte Planung, Steuerung und Kontrolle ein und ist als ein informatives Rückkopplungssystem zu verstehen, das rechtzeitige Interventionen bei Zielabweichungen erlauben soll. Die Controllingfunktion wird häufig verglichen mit der eines Navigators an Bord eines Schiffes, der der Schiffsführung Empfehlungen hinsichtlich Kurs und Fahrt des Schiffes gibt, die letztendliche Entscheidung obliegt jedoch grundsätzlich der Führung. |
| Crystal Reports | Crystal Reports ist eine Software zur Erstellung von Berichten. Damit können Informationen aus Datenbanken oder Textdateien abgerufen, verarbeitet und in Form von Grafiken und Tabellen dargestellt werden. Außerdem ist eine Verteilung der Berichte über Web-Technologien zur Vereinfachung der Zugriffsmöglichkeit aller Interessensgruppen möglich. |
| Effektivität | = Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit; die Effektivität gibt an, inwieweit mit den angebotenen Leistungen die gewünschte gesellschaftliche Wirkung erreicht wurde. |
| Einzahlungen | Einzahlungen sind alle tatsächlichen Zahlungsmittelzuflüsse der Organisation. |
| Einzelkosten | Einzelkosten werden auch als direkte Kosten oder Kostenträgereinzelkosten bezeichnet. Sie können mengen- und wertmäßig für den einzelnen Kostenträger ermittelt und diesem zugerechnet werden (z.B. Material-, Lohnkosten) |
| Endkostenstellen | Endkostenstellen umfassen jene organisatorischen Bereiche, in denen die Kostenträger erstellt werden, welche an Empfänger außerhalb der Behörde abgegeben werden. Unterscheiden wird in: Hauptkostenstellen (sind an der Erstellung der Kernleistungen einer Organisation beteiligt; z.B. Labore) und Nebenkostenstellen (die hier erbrachten Leistungen dienen nicht dem Hauptzweck der Hochschule; z.B. Mensa) |
| Erträge | Unter Erträgen versteht man alle erfolgswirksamen Wertezuflüsse in das Unternehmen durch erstellte Güter und/oder Dienstleistungen innerhalb der Rechnungsperiode. |
| Fixe Kosten | Fixe Kosten sind über einen bestimmten Zeitraum konstant und sind stets Gemeinkosten, aber Gemeinkosten sind nicht immer fixe Kosten (z.B. Energiekosten einer Maschine = leistungsabhänging/variabel). |
| Gemeinkosten | Die Gemeinkosten werden auch als indirekte Kosten oder Kostenträgergemeinkosten bezeichnet. Sie können den einzelnen Kostenträgern nicht nach dem Verursachungsprinzip zugerechnet werden, da sie für alle Warengruppen insgesamt anfallen (z.B. Stromkosten, Personalkosten für Pförtner). |
| Kalkulatorische Abschreibungen | Kalkulatorische Abschreibungen stellen Kosten dar. Sie erfassen außerdem den Wertverzehr für materielle und immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht innerhalb der Rechnungsperiode verbraucht werden und in der Selbstkosten und Betriebsergebnisrechnung verrechnet werden. Durch Hilfe der kalkulatorischen Abschreibungen kann der Wertverzehr möglichst verursachungsgerecht ermittelt werden. |
| Kalkulatorische Miete | Kalkulatorische Mieten sind der kostenrechnerische Ansatz für die Nutzung der Räumlichkeiten, unabhängig davon, ob die Räumlichkeiten angemietet sind oder sich im Bundeseigentum befinden. Als Miethöhe wird ein ortsüblicher Satz veranschlagt. Durch einen behördenintern gleichen Mietsatz, zwischen Behörden aber unterschiedlich hohen Mietsatz, wird der Wirtschaftlichkeitsvergleich erleichtert. Wichtig beim Ansatz von Vergleichsmieten ist, dass etwaige auszahlungswirksame Kosten nicht zusätzlich berechnet werden. |
| Kameralistik | Sie ist das regelmäßig bestehende Rechnungssystem im öffentlichen Sektor. Ihr Ziel ist der treuhänderische Nachweis, woher Finanzmittel kommen und wohin sie geflossen sind (Rechenschaftslegung). Kameralistik ist lediglich inputorientiert und ist nach Einzelplänen, Kapiteln und Titeln strukturiert. Sie gibt den Ressourceneinsatz auf Basis des Zahlungszu- oder -abflusses an, ohne die Effizienz ihrer Verwendung messen zu können. Der Begriff der Kameralistik wird auch für die Art der Buchführung verwendet: einfache Buchführung mit Buchung der Zahlungsvorgänge - unabhängig vom Werteverzehr - in einem einzigen, dreispaltigen Konto. |
| Kennzahlen | Kennzahlen geben komplexe Sachverhalte (z. B. Kostendeckung eines Produktes) in einfacher und verdichteter Form wieder. Mit Hilfe von Kennzahlen wird vorhandenes Zahlenmaterial geordnet und in sinnvolle und aussagekräftige Kenngrößen verdichtet, damit die relevanten und quantifizierbaren Sachverhalte der jeweiligen Verwaltung in konzentrierter Form zum Ausdruck kommen. |
| Kennzahlensystem | Ein Kennzahlensystem umfasst die quantifizierbaren Größen einer Behörde und stellt die einzelnen Kennzahlen (oder einen Teil davon) in einen Wirkungs-/Ursache-Zusammenhang. Zielsetzung eines Kennzahlensystems ist es, Informationen schnell und verdichtet über die Leistung der Verwaltungstätigkeit zu erhalten und je nach Entscheidungssituation Gründe und Auswirkungen transparent in einen Zusammenhang setzen. Voraussetzung eines derartigen Beziehungssystems ist die quantifizierte Aufnahme der Verwaltungstätigkeit und eine Analyse der quantifizierten Beziehungen innerhalb der Behörde. |
| Kosten | Unter Kosten versteht man den wertmäßigen Verzehr von Produktionsfaktoren zur Erstellung betrieblicher Leistungen. |
| Kostenarten | "Welche Kosten/(Erlöse) sind entstanden?" Die Kostenartenrechnung ist die erste Stufe der KLR. Mit ihr wird ermittelt, welche Kosten in welcher Höhe anfallen. Sie bildet die Grundlage der Kostenstellenrechnung und der Kostenträgerrechnung. |
| kostenstellen | "Wo sind die Kosten/(Erlöse) entstanden?" Die Kostenstelle ist der Ort, an dem die Güter und/oder die Dienstleistungen verbraucht werden. Die Kostenstellenrechnung ist die zweite Stufe der KLR. Ihre Aufgaben sind die Verteilung der Gemeinkosten, die Umlegung der erfassten Gemeinkosten, die Ermittlung des Handlungskostenzuschlags und die Überwachung der Kosten. |
| Kostenträger | "Wofür sind die Kosten/(Erlöse) enstanden?" Die Kostenträgerrechnung ist die dritte Stufe der KLR. Kostenträger sind betrieblich erstellte Leistungen in Form von Sachgütern oder Dienstleistungen (z.B. Bachelor-Studiengang Elektrotechnik, Forschungsprojekt XY). Es handelt sich dabei um Leistungseinheiten, die den Güter- und Leistungsverzehr auslösen und demzufolge auch mit Kosten belastet werden. |
| Teilkostenrechnung | Sie rechnet den Kostenträgern nicht alle Kosten zu, sondern nur die variablen Kosten. Dies unterscheidet sie von den Vollkostenrechnungen. Man verzichtet auf die Verteilung der fixen Kosten, die man lediglich als Kostenblock berücksichtigt. Teilkostenrechnungen dienen vor allem der Verbesserung von Entscheidungen und Kostenkontrollen. Der Deckungsbeitrag (= Erlöse minus variable Kosten) ist für bestimmte Entscheidungen von Unternehmen wichtiger als die Vollkosten (z.B. Make-or-Buy-Entscheidungen) |
| Variable Kosten | Variable Kosten lassen sich direkt den einzelnen Waren zurechnen und sind damit mengenabhängige Kosten. Bei Veränderungen der Ausbringungsmenge ändern sich auch die variablen Kosten. Sie entstehen nur bei der Erbringung von Leistungen. |
| Verrechnungskostenstellen | Diese technischen Kostenstellen sammeln Gemeinkosten, welche keinen konkreten Leistungsbezug aufweisen (Infrastrukturkosten (kalk. Mieten) und Infrastrukturbetriebskosten (Heizung, Strom, Wasser/Abwasser)) |
| Vollkostenrechnung | Verfahren der Kostenrechnung, bei dem sämtliche bei der Leistungserstellung entstandenen Kosten auf die Kostenträger verrechnet werden. |
| Vorkostenstellen | Vorkostenstellen sind i. d. R. nicht direkt an der Erstellung externer Kostenträger beteiligt, werden auf interne Kostenträger verrechnet, um danach über Endkostenstellen auf externe Kostenträger umgelegt zu werden. Eine Gliederung ist möglich in: Servicekostenstellen (Erstellung intern nachgefragter Leistungen und Produkte (Druckerei, Fuhrpark, IT-Support) Administrationskostenstellen (Interne Verwaltung) Leitungskostenstellen (übergeordnete Führungs- und Koordinationsaufgaben) |
Info
Seit dem 01.01.2008 wird mit einer neuen Struktur im Buchungssystem gearbeitet und sämtliche Buchungen werden KLR-relevant erfasst.
Allgemeine Infos
Allgemeine Infos zur KLR-Einführung an den Bayerischen Fachhochschulen
Informationen zum zukünftigen Bestellablauf
Das Kostenartenverzeichnis finden Sie zukünftig im Intranet
Die Kostenstellen- und Kostenträgerverzeichnisse der Fakultäten stehen ebenfalls im Intranet zur Verfügung



