Labor für Biosignalverarbeitung

Das Laborpraktikum für Biosignalverarbeitung unterstützt im vierten Semester Medizintechnik die praktische Ausbildung der Studierenden in den Modulen Medizinische Messtechnik und Signalverarbeitung. Ausbildungsziele des begleitenden seminaristischen Unterrichts werden anhand von fünf Laborversuchen praktisch untermauert und inhaltlich vertieft. Die Studierenden entwickeln und untersuchen Mess- und Verarbeitungsketten für ausgewählte Vital- und Lungenfunktionsparameter (Patientenmonitoring und Lungenfunktionsdiagnostik).

Laborversuche

  • Aufnahme der Kennlininie und Kalibrierung von Sensoren für Körpertemperatur, Puls und Glucosespiegel (Blutzucker)
  • Realisierung eines universellen Instrumentenverstärkers für elektrische Biosignale zur Untersuchung von Herz-, Muskel- und Nervenströmen (EKG, EEG, EMG, ENG): Entwurf und Dimensionierung der Schaltung, Simulation in Multisim, Implementierung der Schaltung im Labor, Vergleich des selbst realisierten Instrumentenverstärkers mit einem kommerziellen und klinischen Produkt
  • Biopotentialelektroden und Elektrokardiographie: Untersuchungen, Registrierung und Visualisierung mit LabVIEW
  • Quantitative Analyse der Lungenfunktion (Spirometrie) und Messung der Atemgase mit Auswertung in LabVIEW
  • Digitalisierung und Verarbeitung aufgezeichneter Biosignale mit LabVIEW

Ausstattung

Im gemeinsam genutzten Labor für Elektrotechnik und Elektronik stehen zehn Laborarbeitsplätze zur Realisierung messtechnischer Experimente und zur Biosignalverarbeitung zur Verfügung. Alle Versuche werden in Zweiergruppen bearbeitet. Neben den von den Studierenden selbst zu entwickelnden Geräten und LabVIEW-Programmen kommen auch klinische Referenzgeräte zur Akquisition von Biosignalen zum Einsatz.

  • Zehn Arbeitsplatzrechner zur Digitalisierung, Verarbeitung, Auswertung und Visualisierung von Biosignalen
  • LabVIEW Campus-Lizenz
  • klinische Referenzgeräte für Elektrokardiographie und Spirometrie